Mottlau Umfluter (Opływ Motławy)
Der Mottlau-Umfluter ist zweifellos ein Denkmal der Ingenieurskunst und zählt zu den wenigen so gut erhaltenen Festungsanlagen in Polen. Die Befestigungen aus dem 17. Jahrhundert, kombiniert mit den charakteristisch angelegten Wassergräben, stellen ein Wehrbau-Denkmal der höchsten Kategorie dar. Es handelt sich um einen Überrest des ehemaligen Verteidigungssystems von Danzig auf der südöstlichen Seite der Stadt. Das System aus Bastionen, Erdwällen, Resten von Verteidigungshecken und einem wassergefüllten Graben verleiht diesem Teil der Stadt einen besonderen landschaftlichen Reiz. In ihrer heutigen Form entstanden die Stadtbefestigungen im 17. Jahrhundert nach dem Vorbild der niederländischen Schule. Der gesamte Festungskomplex besteht aus Erhebungen, durch Erdwälle verbundenen Bastionen, dem Mottlau-Fluss und angrenzenden Grünflächen. Dieser über Jahrzehnte in Vergessenheit geratene und sich selbst überlassene Ort hat inzwischen zu neuem Leben gefunden. Am Ufer des Mottlau-Umfluters entstand auf einer Fläche von 12 Hektar ein Park, der sich schnell zu einem beliebten Ort für Spaziergänge und Erholung der Danziger Bevölkerung entwickelt hat. Der attraktive Komplex am Mottlau-Umfluter liegt an der Grenze zwischen Niederstadt und Walddorf, nur 1,5 Kilometer vom belebten Stadtzentrum entfernt. Wie sich der Umfluter heute präsentiert, kann jeder selbst erleben bei einem Spaziergang am Ufer entlang.




Park am Mottlau-Umfluter (1931)

Ein großer Teil des ehemaligen Verteidigungsgürtels um Danzig wurde in den letzten Jahren für die Öffentlichkeit als Spazierweg zugänglich gemacht. Leider waren die Deiche zwischen Petershagen und Langgarten lange Zeit nicht für Erholungssuchende begehbar. In den letzten Monaten wurde nun auch dieses Gebiet für die Danziger Bevölkerung geöffnet. Das Gelände am Nebenarm der Mottlau zwischen Petershagen und Langgarten, wurde kürzlich in einen Stadtpark umgewandelt. Der 20.000 Quadratmeter große Park wurde am 15. August eröffnet. Es handelt sich dabei um ehemalige Gartenanlagen, die einst zu einer Gewehrfabrik gehörten. Die Arbeiten sind weit fortgeschritten: Es fehlen nur noch Bänke, Rasenflächen müssen angelegt und die Wege gesäubert und verbessert werden. Im Herbst ist die Pflanzung von Bäumen und Sträuchern geplant. Das Gebiet liegt in der Nähe der Bastion Aussprung. Vielen Danzigern ist diese landschaftlich reizvolle Ecke noch unbekannt. Doch inzwischen steht sie nicht nur den Bewohnern der Unterstadt offen alle sollten mithelfen, diesen Ort sauber zu halten und Vandalismus zu verhindern. Ein Problem stellt der alte Schießstand in der Nähe des Mottlau-Nebenarms war, der die uneingeschränkte Nutzung des Parks behindert. Dieser Schießstand wird lediglich von einigen wenigen hochrangigen Beamten genutzt, die bereits gebeten wurden, auf andere Anlagen auszuweichen. Schießübungen inmitten eines öffentlichen Parks sind unzumutbar. Polizeipräsident Helmut Froboess sollte daher ein Verbot für den Schießstand aussprechen, um die Ruhe der Spaziergänger zu gewährleisten. Anstelle des Schießstandes könnte ein Kinderspielplatz entstehen ein Ort, der dem Park und seinen Besuchern viel mehr Nutzen bringen würde.





Miro